In BaWü gibt es seit einiger Zeit die glorreiche Idee, dass die Schüler, die im sog. Rheingraben in der Nähe (30km) zu Frankreich wohnen, ab dem nächstem Schuljahr an den Gymnasien in den fünften Klassen mit Französisch statt mit Englisch beginnen. Während die Idee auf den ersten Blick ja ganz vernünftig klingt (es ist durchaus hilfreich, wenn man die Sprache seines Nachbarn versteht), bringt sie auf den zweiten Blick eine Menge Probleme. Eine Webseite der Jungen Union (!)
www.region-fuer-englisch.de listet einige davon auf (Danke,
Kris). Am heftigsten sind m.E. nach folgende zwei Punkte: 1) Der Wechsel von Realschule auf das Gymnasium wird damit fast unmöglich gemacht. 2) Bei einem Umzug aus dem Rheingraben in eine andere Region hat man augenblicklich eine miese Note in Englisch. Und das, obwohl gleichzeitig überall mehr Durchlässigkeit zwischen den Schulsystemen und auch Flexibilität bzgl. der eigenen Lebenssituation gefordert wird. Liebe Politiker, wenn ihr schon das Verständnis zwischen den Ländern fördern wollt, solltet Ihr dafür nicht das Verständnis zwischen den Schülern im eigenen Land vergessen.
So ärgerlich das ist, dass man in letzter Zeit immer mehr schwachsinnige Politikerideen per Gerichtsurteil kippen muss, muss man doch dankbar dafür sein, dass es diese Möglichkeit a) überhaupt gibt und es b) auch noch genügend Bürger gibt, die nicht jeden
Tracked: Jul 24, 15:35