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German
Tuesday, May 27. 2008
Die ARD-Sendung ttt - Titel, Thesen, Temparemente vom 25.5.2008 war bemerkenswert: Es gab drei Beiträge (abrufbar via der neuen ARD-Mediathek), die sich mit der Manipulierbarkeit der Medien beschäftigen. Im ersten Fall ging es um die vermutlich inszenierten Bilder eines von Israelis erschossenen Palestinenserkindes, als zweites um den ersten Fernsehkoch im deutschen Fernsehen, der so gut wie nicht kochen konnte und dann gab es noch eine Diskussion mit einem Sozialwissenschaftler und Historiker zum Themenkomplex.
Besonders diese Diskussion hat es mir in zweierlei Hinsicht angetan: Sehr nett fand ich die explizite Auflösung der Studioillusion, sprich: man hat mal kurz gezeigt, dass die zwei Diskutierenden in einer Blue Box standen und der Professor auch noch eine Kiste zwecks Größenangleichung untergestellt bekam. Die "Diskussion" war dagegen eher fad: Zwar wurden einige alte manipulierte Aufnahmen gezeigt, aber die eigentlich interessanten Fragen wurden nicht diskutiert: Wie häufig findet Medienmanipulation statt? Und warum und durch wen findet sie statt? Wie glaubwürdig sind die heutigen Nachrichtensendungen und Zeitungsberichterstattungen, mal ganz abgesehen von im Web-generierten Nachrichten? D.h., die eigentliche Metaebene, auf der man diskutieren könnte, in wie weit unser Verständnis der Welt von Medienmeldungen geprägt ist, die selbst dann suggestiv sein können, wenn sie nicht bewusst manipuliert sind, wurde leider nicht erreicht.
Aber das zu erwarten wäre vielleicht auch zu viel des Guten. Zum einen war ttt schon immer das eher seichte Unterhaltungsprogramm der Kulturmagazine im Ersten. Man mag beklagen, dass die Kulturreport-Sendungen verschwunden sind, aber de facto hatte es da eh schon eine starke Annäherung der Inhalte gegeben. Anyway, im Vergleich zum Rest muss man für diese Reste von Inhalt im Fernsehprogramm ja dankbar sein. Und zum anderen würde die Diskussion solcher Fragestellungen möglicherweise zu viel unangenehme Folgen mit sich bringen: Schließlich hat das Fernsehen (das öffentlich-rechtliche im Speziellen) ein Interesse daran, weiterhin als glaubwürdige Nachrichtenquelle zu gelten. Von daher war es fast schon wieder erstaunlich, dass das Thema mit immerhin drei Beiträgen recht umfangreich aufgegriffen wurde.
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German, Life
Tuesday, March 25. 2008
Neben viel Schnee, den man sogar zum Skifahren genießen kann, hat mir der Osterhase diesmal noch mehr mitgebracht: das Ende meiner Mannheimer Zeit. Bye Nordbaden, welcome back Südbaden! Zum Auftakt hatte der Osterhase meiner Family dann auch noch ein paar kleinere Erkrankungen mit eingepackt, aber das soll die Freude nicht mindern.
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German
Monday, March 17. 2008
Your Inner European is French!
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Smart and sophisticated.
You have the best of everything - at least, you think so.
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German, Politics
Friday, February 29. 2008
Auf den ersten Blick ist die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Online-Durchsuchungen ein Erfolg für die Gegner. Wie die Süddeutsche etwa im Artikel Kampf um Troja kommentiert, kann man das Urteil und insbesondere das neue Grundrecht als Mahnung an den Gesetzgeber sehen, etwas vorsichtiger beim Datenabgriff vorzugehen. Auf den zweiten Blick kann man an den Reaktionen (etwa bei den Tagesthemen) schön sehen, dass die Legislative versuchen wird, sich die wenigen Krümel herauszupicken, die etwas Interpretationsfreiraum bieten und diese Krümel dann so aufzublasen, dass so gut wie alles darein passt.
Man schaue sich etwa an, was nach einem Bericht der Stuttgarter Zeitung für das neue Polizeigesetz für BW geplant ist bzw. wie BWs Innenminister das aktuelle Urteil des BVG interpretiert. Nimmt man dann noch hinzu, was etwa die Richter zur Handhabung des Urteils meinen, dann sieht man sehr schön, dass mit dem Urteil die Probleme eben nicht vom Tisch sind. Ganz im Gegenteil ist zu erwarten, dass wir Gesetze bekommen, die -- im Rahmen der vom BVG vorgegebenen Grenzen -- so schwammig wie möglich bleiben, die Exekutive und Jurisdiktive mangels Kapazitäten eh den Vorgaben nicht im gewünschten/erforderlichen Maßen nachgehen kann und das neue Grundrecht schlussendlich als Papiertiger darstehen könnte.
Sicher, erfreulich bleibt, dass es jetzt dieses Grundrecht gibt und das man überhaupt die Chance hat, sich darauf zu berufen. Das ändert aber eben wenig daran, dass wir momentan einen Widerspruch zwischen Legislative und Jurisdiktive haben. Wir werden sehen, wie lange sich die Politiker diese unbequemen Wächter der Grundrechte noch ansehen werden, aber andererseits kann man sich ja auch darauf verlassen, dass die "normative Kraft des Faktischen" (in diesem Fall die Unterkapazitäten) mehr Spielraum lassen.
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German, Lisp
Thursday, December 20. 2007
In case you're interested in object-oriented programming in Lisp and happen to speak German, you'll be happy to learn that Pascal Costanza of ContextL and AspectL fame (apart of his postings to cll), has given a talk about CLOS, the Common Lisp Object System at the Hasso-Plattner Institut, Potsdam. And while we're at it, Pascal also has a very interesting blog post about the origins of the advice facility.
German:
Falls Dich, lieber Leser, interessiert, wie man objekt-orientiert in Lisp programmiert, solltest Du Dich darüber freuen, dass Pascal Costanza, bekannt durch ContextL und AspectL (abgesehen von seinen Postings in cll), einen Vortrag in Deutsch über CLOS, dem Common Lisp Object System, am Hasso Plattner Institut in Potsdam gehalten hat. Und weil wir gerade dabei sind, Pascal hat außerdem einen sehr interessanten Blogeintrag über die Geschichte von 'advice'.
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Computer, German
Monday, December 17. 2007
Zugschlus bloggt in einer Serie über Text-UIs and GUIs. Da ich kein Cookie-Freund bin, hier eine Nachfrage/Gegenargument. Ich blicke seine grundsätzliches Thema gar nicht. Die Frage des UI ist sehr auf die Frage der Konfiguration der Applikation konzentriert, dabei dürfte die doch idR. eher den unbedeutenden Teil des Nutzerinterfaces ausmachen. Ich bezweifle etwa sehr die Grundannahme des verlinkten Eintrags: Warum sollte eine Applikation mit GUI keine Textkonfigurationsdatei haben? Klassisches Beispiel dafür dürften etwa diverse Tcl/Tk-Applikationen sein, oder etwa FVWM.
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German
Thursday, November 15. 2007
Liebe Leser, zuerst die offensichtliche Nachricht: Es ist Mitte November. In other news, 2+2=4. Aber nicht so offensichtlich ist, dass der Schneebericht des Liftverbunds Feldberg 50cm Schneelage verkündet sowie fünf geöffnete Lifte am kommenden Wochenende. Schön, dass die Brettlemärkte in unserer Umgebung schon waren. Weniger schön, dass ich meine neuen Ski erst noch einstellen lassen muss. Aber Schlittenfahren dürfte auch genug Spaß machen.
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German
Wednesday, November 14. 2007
Die taz versucht sich an der Erklärung Wie Indie-Rock den Soul verlor. Die taz und/oder auch der zitierte Frere-Jones scheinen jedoch eher jeglichen Plan verloren zu haben.
Zum einen ist es absurd, so zu tun, als wäre in den 70ern die Rockbewegung voll von schwarzer Musik gewesen. Fakt ist, dass natürlich Bands wie The Clash im Reggae-Umfeld umtriebig waren. Aber das war bei weitem nicht bei allen so. Wo ist etwa das Reggae-Stück der Sex Pistols oder von Joy Division? Dass es zeitgleich zur Explosion der Punk- und Independent-Szene auch noch ein Revival (und somit nicht eine Initialzündung) der Beschäftigung von Weißen mit schwarzer Musik gab, ist sicher eher Zufall als Absicht. Erstens gab es in der Disco-Musik der 70er viel schwarze Musik, Soul, der den Namen auch verdiente. Zweitens war gerade Reggae populär. Drittens wurde nochmal (Revival!) die Musik, die die jamaikanischen Einwanderer in die armen Viertel Englands mitbrachten, populär: Ska, mit dem typischem Offbeat, wie ihn zu der Zeit etwa die Specials, Selector oder Madness spielten. Da die Skinheads und die Punks in den gleichen Ecken hausten, ist es nicht so verwunderlich, dass es da Vermischungen gab. Aber was gab es denn jenseits vom Offbeat-Griff bei Police und Clash? Man sollte sich vielleicht mal daran erinnern, dass nach dem Ur-Punk gleich der coole Synthie-Pop bzw. New Wave gefeiert wurde.
Zum anderen ist es ebenso absurd, zu behaupten, dass im heutigen Indierock keine schwarzen Wurzeln mehr erkennbar wären. Nehmen wir ein sehr plakatives Beispiel: Bloc Party. Sehr erfolgreich mit einem farbigem Sänger. Jetzt kann man sich natürlich streiten, ob der Sound von Bloc Party "Soul" enthält, aber "Rhythmusgefühl" und "genreübergreifendes Zitieren" findet sich da ganz sicher. Aber nehmen wir noch ein anderes Beispiel daher: Die Blues Explosion, besser bekannt auch als John Spencer Blues Explosion. Sie zelebrieren ausschließlich den modernen Rückgriff des Indierocks auf alte "schwarze" Musik. Dann hätten wir noch so Bands wie "At the Drive-In", die eine sehr moderne "schwarze" Variante des modernen Post-Hardcore feierten. Was genau ist denn eigentlich der angeblich verlorene Soul? Gilt etwa ein Jimmy Hendrix auch als "schwarze Musik"? Dann sind "Motorpsycho" oder "The Mars Volta" Beleg dafür, wie sinnlos die Behauptung ist.
Moderne Musik wäre ohne den Einfluss schwarzer Musik nicht denkbar. Das gilt für Indiemusik genauso wie für das alltägliche Radiogedudel.
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Freiburg, German
Monday, November 5. 2007
Morgen abend wird in Freiburg eine der dezentralen Kundgebungen gegen Vorratsdatenspeicherung stattfinden. Die Demo unter dem Namen "Freiheit statt Angst" findet am 6.11. ab 17.00 Uhr am Münsterplatz statt. Ich werde leider nicht da sein können, weil ich mal wieder in Mannheim weile, aber hoffentlich finden sich auch so genügend Leute.
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German, Politics
Friday, September 21. 2007
Satz des Tages in der gestrigen Debatte um die Terrorwarnungen unseres Innenherumirrenden von seiten des Innenpolitikers Michael Hartmann (SPD) lt. Heise Newsticker: "Vagabundierendes Atommaterial werde nicht gestoppt durch vagabundierende Interviews".
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German, Politics
Tuesday, July 24. 2007
So ärgerlich das ist, dass man in letzter Zeit immer mehr schwachsinnige Politikerideen per Gerichtsurteil kippen muss, muss man doch dankbar dafür sein, dass es diese Möglichkeit a) überhaupt gibt und es b) auch noch genügend Bürger gibt, die nicht jeden Unfug mitmachen. Aktuelles Beispiel: Verwaltungsgericht Mannheim stoppt Französisch-Zwangsunterricht an Gymnasien. Geklagt hatten wohl ein Vater und Sohn aus der Elterninitiative in Karlsruhe. Herzlichen Glückwunsch!
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German, Politics
Monday, July 9. 2007
Was hat uns die vergangene Woche gebracht? Einen Vorschlag, im Bio-Unterricht die biblische Schöpfungsgeschichte zu lehren, etwa.
Die Gesetzesverabschiedung zur Illegalisierung von normalen Tätigkeiten von Systemadministratoren müsste eigentlich den Fachkräftemangel in der IT-Branche demnächst kräftig erhöhen.
Und dann mal wieder eine Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung, mit Ausnahmen für, nein, nicht für Ärzte oder Rechtsanwälte, sondern für Geistliche und Abgeordnete. Man glaubt es nicht, und das ist wohl der größte Fehler.
Der Oberhammer kam aber mal wieder von unser aller Möchte-Gern-Stasi-Chef: Gezielte Erschießungen und Internierungen sind das nächste Ziel. Da hat Fefe völlig recht: Dachau wäre doch gut geeignet. Aber das geht dann wohl sogar Beckstein zu weit, wenn man dieser Reaktionszusammenfassung auf tagesschau.de glauben darf (ausgerechnet Beckstein!).
Tolle Woche, das, muss man schon sagen. Das Nichtstun wird momentan zur größten Gefährdung, denn dann haben solche Schießbudenfiguren in Amt und Würden freie Fahrt 50 Jahre Grundgesetz zu ruinieren.
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German, Politics
Wednesday, May 23. 2007
 Heute gibt es einen Geburtstag zu feiern, den ich vermutlich noch nie wirklich wahrgenommen habe: Das Grundgesetz wird 58. Aber leider ist der Grund, warum ich das dieses Jahr mitbekomme, genau der Anlass, warum es dieses Jahr keinen Grund zum Feiern gibt: Beim aktuellen Stand der Dinge kann man schon auf den Gedanken kommen, dass zumindest wesentliche Körperteile des Jubilars gerade von einigen Leuten zum Ausschlachten freigegeben sind. Aktuelle Beispiele gefällig? Wie wäre es mit Geruchsproben von wahllosen Verdächtigen, was etwa dem Guardian die Gelegenheit gibt, diese Stasi-Methoden auch international (oder evtl. doch auch national) in Erinnerung zu rufen? Oder mit Hausdurchsuchungen aufgrund verdächtiger Suchen?
Das eigentlich Tragische daran ist ja, dass all dieser Wahnsinn untergeht in den Medien, weil irgendwelche Irrlichter denen mit solcherart bekloppter Brandanschläge (dazu Harald Schmidt heute in seiner Sendung: "Völlig sinnlos, Kai Diekmann saß ja gar nicht drin.") prima Ausreden liefern, warum man gar nicht inhaltlich über irgendwelche Globalisierungskritik oder sonstige Protestaktionen berichten braucht. Alles Chaoten, die darf man als Bürger gar nicht ernst nehmen. Dazu hat Toje genau den richtigen Ton getroffen: Danke, ihr gewaltbereiten Trottel, dass Ihr den Scharfmachern die Ausreden liefert, mit der sie dann unser aller Rechte einschränken. Not!
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German, Politics
Friday, May 11. 2007
Der Satz des Tages stammt von Heribert Prantl in einem Artikel in der SZ:
Heute werden alle sicherheitsbedrohlichen Erkenntnisse mit 11, mit 9 und mit 2001 multipliziert.
Der Kontext sind die Razzien bei den G8-Gegnern in Hamburg und anderswo.
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Freiburg, German, Politics
Wednesday, April 18. 2007
Zwei mal Politik, zweimal Freiburg, und doch keine Lokalpolitik: Man fragt sich ja wirklich, wohin unsere Politiker gerade unterwegs sind. Zum einem ist da ein Ministerpräsident, dem man die Nachhilfe in Geschichte bzgl. eines seiner Vorgängers nicht nur einfach nur geben, sondern schon aufnötigen muss und der damit beweist, dass der schon etwas ältere Spruch "Wir können alles außer Bildung" auch bzgl. seiner eigenen Person zutrifft.
Aber das ist ja vergleichsweise harmlos, könnte man meinen, denn das betrifft ja "nur" die Vergangenheit. Viel schlimmer sind da die aktuellen Ideen des anderen "Freiburgers der Woche", wobei ich mir recht sicher bin, dass diese "neue" kreative Idee das Unschuldsprinzip außer Kraft zu setzen nicht auch schon in Deutschland durch "prior art" belegt ist. Schönes Schlagwort dazu im Netz: Nach Web 2.0 kommt Stasi 2.0.
Wobei ich ja mittlerweile geneigt bin, zu vermuten, dass die beiden Dinge in Verbindung stehen: Vielleicht hat sich da einer bei der CDU gedacht, der Oettinger, der kann mal schön einen Sturm im Wasserglas veranstalten, und wir ziehen parallel mit viel weniger Aufmerksamkeit noch ganz andere Sachen durch. Und wenn man sich das doch eher geringe Medienecho anschaut, dann hat das doch ganz gut geklappt.
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